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A1200

Der Amiga 1200 (A1200) war das letzte große Aufbäumen einer Computer-Dynastie, die eine Generation von Spielern und Kreativen prägte. Als Commodore das Gerät im Oktober 1992 für rund 800 D-Mark auf den Markt brachte, war der Druck immens. Der legendäre Amiga 500 war veraltet, während IBM-kompatible PCs mit VGA-Grafik und Soundkarten rasant aufholten und Konsolen wie das Super Nintendo den Spielemarkt eroberten.

Das Gehäusedesign des A1200 blieb dem erfolgreichen Vorgänger treu: Ein kompakter All-in-one-Tastaturcomputer, der direkt an den Fernseher angeschlossen werden konnte. Das technologische Herzstück war der neue AGA-Chipsatz (Advanced Graphics Architecture). Nach Jahren des Stillstands brachte er den Amiga visuell zurück an die Spitze. Statt zuvor 32 Farben konnte der A1200 nun 256 Farben aus einer Palette von 16,7 Millionen Nuancen simultan darstellen – im speziellen HAM8-Modus sogar fotorealistische Grafiken.

Unter der Haube arbeitete eine mit 14 MHz getaktete Motorola 68EC020-CPU, unterstützt von 2 Megabyte Chip-RAM. Für Power-User bot der Rechner wegweisende Neuerungen: Einen internen IDE-Controller für den einfachen Einbau einer 2,5-Zoll-Festplatte sowie einen PCMCIA-Steckplatz für flexible Erweiterungen. Ausgeliefert wurde das System mit dem modernen AmigaOS 3.0.

Der Start im Weihnachtsgeschäft 1992 war ein gigantischer Erfolg; die Nachfrage überstieg das Angebot bei Weitem. Spiele wie Alien Breed 3D oder Super Stardust zeigten die Stärke der AGA-Grafik. Auch die Demoszene nutzte die Hardware für komplexe Echtzeit-3D-Vektorgrafiken aus.

Doch bei Commodore tobte ein finanzieller Sturm. Jahrelange Fehlentscheidungen des Managements und das Verschlafen des Trends hin zu rein CPU-basierten 3D-Spielen wie Doom brachten das Unternehmen an den Abgrund. Im April 1994 meldete Commodore Konkurs an. Die Produktion des A1200 wurde abrupt gestoppt.

1995 erwarb der deutsche PC-Hersteller Escom die Konkursmasse und ließ den Amiga 1200 mit dem leicht verbesserten AmigaOS 3.1 neu produzieren. Doch der Versuch scheiterte. Aufgrund von Bauteilmangel mussten modifizierte PC-Diskettenlaufwerke verbaut werden, was zu Inkompatibilitäten führte. Zudem war Windows 95 bereits meilenweit enteilt. 1996 musste auch Escom Insolvenz anmelden.

Anstatt jedoch zu verschwinden, mutierte der A1200 zum ultimativen Kult- und Bastlerobjekt. Da das Betriebssystem extrem effizient und modular aufgebaut war, ließ es sich hervorragend modifizieren. Dritthersteller fluteten den Markt mit Turbokarten, die den Rechner mit schnellen Motorola- oder PowerPC-Prozessoren ausstatteten.

Heute ist der Amiga 1200 dank einer weltweiten Retro-Welle lebendiger denn je. Moderne Enthusiasten nutzen den IDE-Port für lautlose SD-Karten, integrieren WLAN-Karten über den PCMCIA-Slot und verbauen hochentwickelte FPGA-Beschleunigerkarten. Neue Gehäuse werden nachproduziert, und das Betriebssystem erhält bis heute Updates. Der Amiga 1200 scheiterte zwar als kommerzieller Retter, bleibt aber ein zeitloses Meisterwerk der Computergeschichte – ein Gerät aus einer Ära, in der Computer noch eine echte Seele besaßen.

* Text mit KI erstellt.

Familie

  • Bild u/o Tabelle
  • Revisions-History

Verwendete Bauteile

Schaltpläne zum Mainboard


besteht aus vielen Teilen : siehe Assembly-List
Jumper-Stellungen : ??

Floppyport

HD-Laufwerke

Der Floppyport am Amiga 1200 kann prinzipiell auch HD-Diskettenlaufwerke verwenden. Allerdings ist der elektronische Aufbau nicht so hochwertig, wie zum Beispiel beim A4000 oder A3000. Dadurch kann es zu Funktionsproblemen bei der HD-Diskettenerkennung kommen. Die Erkennung funktioniert über die READY und SEL0 Leitung, welche im A1200 nicht mit einem Pullup-Widerstand versehen sind. Es kann deswegen schon helfen, diese beiden Anschlüsse mit je einem 4,7kOhm-Widerstand mit +5V zu verbinden. Trotz dieser Änderung wird aber nicht die gleiche Kompatibilität mit HD-Laufwerken wie am A4000 erreicht.

Fotos

Amiga 1200 Rev. 1D4


 Gesucht: noch weitere schöne große Fotos von den Platinen :-P


www.amigawiki.org

Links

Zuletzt geändert: 2026/10/12 01:57