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Paula 8364

Der Name Paula leitet sich aus den englischen Wörtern Peripheral und Audio ab. Der Chip steuert die folgenden Aufgaben im Amiga:

  • Ein- und Ausgabesteuerung für Diskettenlaufwerke
  • Tonausgabe
  • Abfrage der analogen Eingänge

Paula wurde im Vergleich zum OCS nicht verändert und sogar beim AGA-Chipsatz beibehalten.

Paula 8364 PLCC



Paula ist einer der Customchips des Amigas und ist für die Ansteuerung der Diskettenlaufwerke, der seriellen Schnittstelle und für die Tonausgabe zuständig.

Der Audioteil von Paula kann gleichzeitig auf vier Stimmen (Stereo, zwei links, zwei rechts) 8-Bit-Samples ausgeben. Die Samplingrate ist immer ein ganzzahliger Teil des Systemtakts und kann bis zu 28 kHz betragen. Dazu kam ein festverdrahtetes Tiefpassfilter mit einer Grenzfrequenz von 7 kHz. Zum Abschalten des Filters kann die Betriebsanzeige-LED auf halbe Helligkeit gesteuert werden, beide Funktionen teilten sich eine Leitung.

Die Begrenzung auf 28 kHz liegt im Agnus des OCS begründet, dessen DMA-Timing keine höhere Datenrate zuläßt. Eine höhere Samplingrate führt nur dazu, dass dasselbe Sample mehrfach ausgegeben wird. Da aber das Register mit dem aktuellen Sample vom Prozessor aus beschreibbar ist, laßen sich bei entsprechender CPU-Last höhere Samplingraten erreichen. Mit dem ECS konnte die Zeilenfrequenz erhöht werden und die fest damit verbundene DMA-Datenrate. Das kam auch Paula zugute, die beispielsweise im VGA-Modus nun genug Daten für 56 kHz Samplingrate erhalten kann.

Obwohl die einzelnen Kanäle nur eine Auflösung von 8 Bit bieten, ist es durch geschickte Kombination zweier Kanäle durchaus möglich, die Auflösung quasi auf 14 Bit zu erhöhen. Bedingt durch Hardwaretoleranzen im D/A-Wandler ist die Qualität aber der einer echten 14 Bit-Auflösung unterlegen. Durch entsprechende Berechnungen der CPU ist es außerdem möglich, die Kanalzahl virtuell auf 8 Kanäle zu erhöhen. Bekannt dafür sind die Tracker „Octalyzer“ und „OctaMED“.

Paula ist weiterhin für das Lesen und Schreiben von DD-Disketten zuständig. Die für gewöhnliche HD-Diskettenlaufwerke benötigen Datenraten von ca. 500 Kilobit pro Sekunde kann der Chip nicht aufbringen. Daher erhielten einige neuere Amiga-Modelle ein spezielles HD-Laufwerk, das die Magnetscheibe von HD-Disketten nur mit halber Geschwindigkeit dreht, wodurch das Schreiben und Lesen einer Spur aber auch doppelt so viel Zeit in Anspruch nimmt.

Für den AGA-Chipsatz wurden von Commodore alle Custom-Chips überarbeitet und verbessert. Nur Paula wurde praktisch unverändert von den älteren Modellen übernommen.

Pinbelegung / Pinout

im Amiga

TypCommo-Nr. C= Bezeichnung C= Info Form Editors Info
A 252127-01XXX IC 8364 PAULA*=252127-02 AMIGA-1000DIP48
B 252127-02IC 8364 R7 PAULAAMIGA-500DIP48
C 391077-01IC 8364 R7 PAULAAMIGA-600PLCC52 8364R7PL


VorkommenAnzahlTypPosition Bemerkung
Amiga 500 1 B U,-
Amiga 600 1 C U,-
Amiga 1000 1 A U,-
Amiga 1200 1 C U,-
Amiga 2000 1 B U,-
Amiga 3000 1 B U,-
Amiga 4000 1 C U,-
Amiga 4000T 1 C U500,-
GBA 1000 1 B U,-



amigawiki.de

Downloads / Links

Zuletzt geändert: 2015/02/25 06:36

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